Mit dem Rad durch die Sahara – 2000 Kilometer Wüstenwelten

Als erster Diabetiker hat Geri Winkler im Sommer 2006 den Mount Everest bestiegen. Auch danach hat er immer wieder neue Herausforderungen gesucht. Vor wenigen Wochen ist er erneut von seiner Heimatstadt Wien gestartet: Mit seiner Freundin Sylvia Alfery machte er sich auf, um mit dem Drahtesel quer durch die Sahara zu fahren. Seit knapp zwei Jahren kreuzt eine fast durchgehende Asphaltstraße die heißeste Gegend der Erde. Grund genug für die beiden, die große Einsamkeit auf ihren Rädern zu erleben. Unmöglich für einen Diabetiker, der seinen Blutzuckerspiegel mehrmals täglich messen und mit Insulinzufuhr regulieren muss? „Bei so einer Tour kommt es nicht nur auf die sportliche Ausrüstung an“, sagt Geri Winkler. Er verlässt sich bei seinem Blutzuckermessgerät auf ein System, das einfach zu bedienen ist und das nach dem Einlegen einer Sensorenscheibe für zehn Messungen bereit ist. Was sich im Himalaya bewährt hat, tut auch im Sandsturm gute Dienste.
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Nager helfen Forschern, menschliche Diabetesrisiko-Gene zu identifizieren

Wissenschaftler des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) haben im Rahmen einer großen Meta-Analyse mehr als 153 Genregionen bei Nagern identifiziert, die für die Typ-2-Diabetesentstehung eine Rolle spielen. Wie die Forscher zeigen konnten, überlappen sich diese Regionen zu einem großen Teil mit bekannten menschlichen Diabetes-Genregionen. Ziel der Wissenschaftler ist es, mit Hilfe der neuen Nager-Daten, die vielen noch unbekannten menschlichen Risikogene gezielter und schneller zu identifizieren. „Je mehr wir über die Diabetesrisikogene und ihre Funktion wissen, desto besser“, sagt Studienleiter Hadi Al-Hasani. Denn dieses Wissen ermögliche es, tiefere Einblicke in die Mechanismen der Krankheitsentstehung zu bekommen. Eine wesentliche Vorraussetzung, um neue Präventionsmaßnahmen und Behandlungsmethoden zu entwickeln.
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Kurzwirksame Analoginsuline: Die Würfel sind noch nicht gefallen – Kinder und Erwachsene mit Typ-1-Diabetes können wie bisher alle Insuline bekommen

Trotz anders lautender Pressemitteilungen ist bisher keine endgültige Entscheidung zur Verordnungsfähigkeit kurzwirksamer Insulinanaloga gefallen. Wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) gestern gegenüber dem Diabetes-Portal DiabSite betonte, werden derzeit mit dem Gesundheitsministerium (BMG) Gespräche geführt. Sollte eine Einigung nicht möglich sein, behält sich der G-BA vor, gegen die Teilablehnung seines Beschlusses durch das BMG Klage einzureichen.
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Bauchumfang reduzieren – Risiko für Diabetes senken

Welche Rolle ein zu großer Bauchumfang für gesundheitliche Folgen wie z.B. Herzinfarkt, Diabetes oder Schlaganfall spielen kann, wird noch immer unterschätzt. Ein Bauchumfang von 88 cm bei Frauen und 102 cm bei Männern wird häufig überschritten: „Menschen mit zu großem Bauch haben oft schlechte Blutfettwerte, Bluthochdruck und einen erhöhten Blutzucker“ so Prof. Dr. med. Alfred Wirth aus Bad Rothenfelde anlässlich der bundesweiten Aufklärungsaktion „Wissen was bei Diabetes zählt: Gesünder unter 7“. „Wir müssen dringend aktiv werden, die Betroffenen informieren und Strategien zur Selbsthilfe liefern.“ Die 4 Bs: Bauchumfang, Bluthochdruck, Blutzucker und Blutfettwerten sind daher ein Schwerpunkt der Diabetes-Aktion.
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Warum Übergewicht und Diabetes im Gehirn entstehen

Bisher vermuteten Diabetesforscher die Ursache von Diabetes mellitus Typ 2 im zunehmenden Wirkungsverlust des Hormons Insulin, der Insulinresistenz. Für Professor Dr. med. Achim Peters von der Universität Lübeck dagegen steht die Unfähigkeit des Gehirns, sich der körpereigenen Zuckerspeicher zu bedienen, am Anfang der Erkrankung: Das Gehirn fordert mehr Energienachschub an, als für den Körper gut ist. Die Forscher sprechen vom eigennützigen Gehirn, englisch „Selfish Brain“. Die Selfisch-Brain-Hypothese könnte die Grundlage für zukünftige Therapiekonzepte sein, um Erkrankungen wie Adipositas und Diabetes Typ 2 zu verhindern. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich einer aktuellen Veröffentlichung hin.
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Proteste zeigen erste Erfolge – jetzt müssen wir am Ball bleiben!

Im Juni beschäftigt sich das Titelthema der Monatszeitschrift „Diabetes-Journal“ u.a. mit der Gesundheitspolitik in der Kinderdiabetologie. Einen Riesenerfolg konnten die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG), der Deutsche Diabetiker Bund (DDB), viele weitere Verbände und Selbsthilfeorganisationen und zahlreiche Betroffene jetzt für sich verbuchen: Protestaktionen führten dazu, dass die Streichung der Kostenübernahme kurzwirksamer Analoginsuline durch die gesetzlichen Krankenkassen zumindest für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre wieder rückgängig gemacht wurde. Damit die Versorgung künftig bestehen bleibt, muss allerdings weiterhin gekämpft werden.
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Neue Hoffnung für Diabetiker mit Nervenschädigungen: 88,4 % Erfolg mit der Hochtontherapie in Real-World-Studie

Patienten mit diabetesbedingten Nervenschädigungen wie Schmerzen, Brennen und Taubheitsgefühlen in den Füßen haben eine neue Therapieoption: In einer bundesweiten Anwendungsbeobachtung zeigten die Ärzte am Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrum (WDGZ) der Sana-Klinken in Düsseldorf, dass die Hochtontherapie 88,4 % der mehr als 400 teilnehmenden Diabetespatienten signifikant helfen konnte.
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Verzehr von Rosenkohl schützt weiße Blutkörperchen vor schädlichen Substanzen aus gegrilltem Fleisch

Der Verzehr von Rosenkohl schützt weiße Blutkörperchen vor Zellschäden die möglicherweise durch krebserregende Stoffe entstehen. Zu diesen zählen neben oxidativen Substanzen auch Amine, die sich beim Braten oder Grillen von Fleisch bilden. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die kürzlich ein europäisches Wissenschaftlerteam in der Fachzeitschrift Molecular Nutrition and Food Research (Hoelzl et al. 2008, 52(3):330-41) veröffentlichte. Nach Aussagen der Forscher beeinflusst der Kohlverzehr den so genannten „Entgiftungsstoffwechsel“, wodurch der schützende Effekt zumindest teilweise zu erklären sei.
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